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Ansichten vom Vakuummotor GL-V08S
Alle Einzelteile im Überblick
Und hier noch ein paar Details
Technische Daten:
Abmessungen: Gesamtlänge : 253 mm Gesamtbreite : 272 mm Gesamthöhe : 646 mm Gewicht : 18,7 kg Baujahr : 2008 Brennstoff : Bioethanol Schmiermittel : Caramba "Graphit Mulitiöl" und synth. Zweitaktmotorenöl
Ausführung: Stehender Zylinder aus einer Aluminiumlegierung mit eingeschrumpfter Grauguss-Laufbuchse, Bohrung: ø 62,5 mm, Hub: 90 mm, Grauguss-Kolben mit einem Kolbenring, Steuerung: Einlass durch über Nocken und Gestänge gesteuerten Rechteckschieber, Auslass durch selbsttätiges Plattenventil, Die Kurbelwelle, das Kurbellager und die Nockenrolle sind wälzgelagert, Schwungrad ø 272 mm. Luftkühlung. Befeuerung mittels Spiritusbrenner.
Der Aufbau und die Wirkungsweise dieses Vakuummotors: Der stehende Zylinder mit Luftkühlung besteht bei diesem Vakuummotor aus einer Aluminiumlegierung mit einer eingeschrumpften Laufbuchse aus Grauguss. Darin läuft ein Kolben aus Grauguss, der über die Schubstange mit der Kurbelwelle verbunden ist. Auf der Kurbelwelle befinden sich eine Kurbelwange mit Ausgleichsmasse, ein Schwungrad und der Nocken zur Steuerung des Einlassschiebers. Die Bewegung des Steuernockens wird über eine Rundführung und ein Gestänge auf den seitlichen Rechteckschieber übertragen. Am Zylinderkopf befindet sich oben das selbsttätige Plattenauslassventil.
Die Vorgänge während einer Umdrehung des stehenden Vakuummotors: Beim Abwärtshub des Kolbens öffnet das Einlassventil und die heißen Brenngase des sich davor befindlichen Brenners werden in den Zylinderraum eingesaugt. Im Bereich des unteren Totpunktes schließt sich das Einlassventil. Die Brenngase im Zylinder kühlen nun ab und es entsteht ein leichter "Unterdruck". Der äußere Luftdruck bewegt den Kolben wieder nach oben. Das restliche Gas im Zylinder wird dann leicht komprimiert und durch das sich öffnende Auslassventil, mit dem dabei typischen Auspuffgeräusch, ausgestoßen. Im oberen Totpunkt schließt sich nun das Auslassventil wieder und der Zyklus beginnt von neuem.
Besonderheiten: Der Vakuummotor hat im Vergleich zum Stirlingmotor ein offenes System, d.h. bei jedem Takt wird das Arbeitsmedium ausgetauscht. Diese Motoren sind, auch wenn sie als Mehrzylinder ausgeführt sind, nicht selbstanlaufend. Der Motor läuft nur in eine Richtung. Diese ist durch die Einstellung des Einlassventils vorgegeben. Durch die Verwendung einer Grauguss Laufgarnitur muss der Zylinderraum und der Kolben geschmiert werden. Wie beim Stirlingmotor ist ein Schwungrad zur Überwindung der Totpunkte erforderlich.
Wie kam es zum Bau der Maschine: Nach der Anfertigung verschiedener Flammenfresser wollte ich auch einmal einen größeren Vakuummotor bauen, da mir der Sound dieser Maschinen schon immer sehr gefallen hatte. Anfangs dachte ich noch über eine liegende Variante nach, dies zerschlug sich dann aber auf Grund der nicht vorhandenen Aufbewahrungsmöglichkeit. Bei den stehenden Maschinen fielen mir immer wieder der Vogt VS und der RÜMO VST 45 auf. Jede Maschine hat gewiss ihren Reiz, aber ich wollte auf dieser Basis und der von mir gemachten Erfahrungen etwas ähnliches Bauen. So kam es dann zu dem Motor und das Ergebnis konntet Ihr ja oben anschauen.
Im Spätjahr 2010 hat der Motor noch einen kleinen Bruder bekommen. D.h. ich habe den gleichen Motor jedoch nur mit 80% der Größe noch einmal gebaut. Für diesen Motor habe ich dann auch einen Bauplan erstellt.
Details vom Vakuummotor GL-V10S
Die "Brüder"
Technische Daten:
Abmessungen: Gesamtlänge : 210 mm Gesamtbreite : 224 mm Gesamthöhe : 545 mm Gewicht : 11,0 kg Baujahr : 2010 Brennstoff : Spiritus Schmiermittel : WD-40, bzw. Zweitaktmotorenöl
Vom GL-V08S abweichende
Ausführung: Bohrung: ø 50 mm, Hub: 74 mm, Schwungrad ø 224 mm. Der übrige Aufbau und die Wirkungsweise des Vakuummotors entspricht dem GL-V08S.
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Copyright © 2025 Gerd LittyStand: 31. Dezember 2024
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